Sind Schulden immer ein Übel?

Sind Schulden grundsätzlich schlecht?Das Kreditwesen macht den Wohlstand einer Gesellschaft überhaupt erst möglich. Wenn man keine Schulden machen könnte, würde das zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass man für jede größere Anschaffungen erst lange sparen müsste. Stellen Sie sich mal vor, dass Sie sich ein Haus kaufen möchten und Sie dafür 40 Jahre lang sparen müssten. Mal abgesehen davon, dass man für derart eisernes Sparen eine große charakterliche Härte benötigt, würde das auch bedeuten, dass der normale Arbeitnehmer erst ein Haus kaufen könnte, wenn er 70 ist, und dann hat er nicht mehr viel davon. Wahrscheinlich würde das darauf hinauslaufen, dass er erst gar nicht versuchen würde ein Haus zu bauen oder zu kaufen.
Die einzige Möglichkeit, die einzige vernünftige Möglichkeit, sich ein Haus oder ein wirklich teures Auto zu kaufen ist Schulden zu machen. Dabei muss man das Wort Schulden nicht unbedingt negativ sehen. Sie bekommen eine Leistung, nämlich Geld, gegen eine entsprechende Bezahlung. Außerdem können Sie das was sie haben möchten sofort benutzen, und nicht erst dann, wenn sie den kompletten Betrag eingespart haben.
Natürlich haben viele Menschen Angst vor der Überschuldung. Diese Angst ist aber unberechtigt, wenn man klug Schulden macht. So sollte man beispielsweise nicht versuchen seine Schulden so schnell wie möglich abzubezahlen. Genau das Gegenteil ist eigentlich der Fall. Wenn Sie z.B. ein Haus bauen, sollten Sie darauf achten, dass die monatliche Tilgungsrate so niedrig wie möglich ist. Sie zahlen natürlich länger, und insgesamt gesehen natürlich auch mehr, aber sie spüren es nicht so sehr im Portemonnaie. Außerdem haben sie über die ganze Laufzeit die Möglichkeit auch größere Anschaffungen zwischendurch zu machen. Dann müssen Sie nicht weitere Kredite aufnehmen, um kleinere Anschaffungen bezahlen zu können.

 

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